unsere Fährten-Profis treffen sich nach individueller Absprache. Kennenlernen können sie uns aber ganz unverbindlich immer Dienstags um 18.00 Uhr auf unserem Vereinsgelände.


 

 

Fährtenhundausbildung ist Fleißarbeit und sehr zeitaufwendig. Man übt fast jedes Wochenende mehrere Stunden und sogar bis zu 3mal pro Woche. Aber es lohnt sich und es ist ungeheuer faszinierend wenn man Zeuge wird, wie Hunde ihre natürlichen Fähigkeiten einsetzen. Während sich die große Mehrheit der Hundehalter noch einmal wohlig im Bett auf die andere Seite dreht, entfaltet sich frühmorgens im Fährtengelände bereits einiges an Aktivitäten. Die Fährtenarbeit ist gerade für den Junghund der ideale Einstieg in den Vielseitigkeitssport, denn eine Fährte (Fußspur) mit der Nase zu verfolgen, ist ihm angeboren. Die meisten Hunde, die einmal Gelegenheit dazu hatten, schätzen die Nasenarbeit ganz besonders. Wen wundert das, schließlich ermöglicht die Fährtenarbeit es ihnen, ihr wichtigstes Sinnesorgan einzusetzen.

Nasenarbeit - Gehirnjogging für Hunde
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Fährtensuche ist Team-Arbeit, in der Mensch und Hund ihre Freude und Befriedigung finden können. Es ist eine gemeinsame, durch das Rudel getätigte, aber auf die Fähigkeiten des Hundes abgestimmte Beschäftigung, die den HUnd in hohem Maße fordert und seine Bedürfnisse befriedigt. Hunde leben in einer für uns nicht nachvollziehbaren Geruchswelt. Sie erfahren ihre Umwelt überwiegend über ihr hervorragend ausgeprägtes Riechorgan, mit dem sie auch feinste Teilgerüche in Duftgemischen exakt erkennen können. Die Geruchswahrnehmung hängt von der chemischen und molekularen Zusammensetzung der Gerüche, vom Feuchtigkeitsgehalt der Luft und vom physiologischen Zustand des Hundes ab. Die Riechschärfe ist am stärksten, wenn der Hund hungrig ist und lässt nach, wenn er satt ist. Hündinnen sind feinfühliger für Gerüche als Rüden; allerdings variiert diese Empfindlichkeit je nach dem Stadium des Sexualzyklus.

Die Fährtensuche fordert den Hund nicht nur körperlich, sondern vor allem auch geistig. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Hunde mindestens 1-Million mal besser riechen können als wir vergleichsweise geruchsblinden Menschen. Die Zahl der Riechzellen beim Hund ist 10-mal so hoch und die Oberfläche der Riechschleimhaut ist im Durchschnitt 50-mal so groß wie beim Menschen. 1/3 des Hundehirns kann die Signale des Geruchssinns bearbeiten und das Riechzentrum in ihrem Gehirn ist 7- bis 14-mal größer als beim Menschen. Auch wenn wir eine so großartige Spürnase hätten wie ein Hund, so könnten wir dennoch mit Hilfe unseres kleinen Riechzentrums daraus nicht klug werden. Riechen ist vor allem eine geistige Arbeit!

Das unglaubliche Riechvermögen unserer Vierbeiner konnte bis heute nicht durch technische Geräte ersetzt werden. Man benötigt noch immer Hunde bei der Vermisstensuche in Feld und Wald sowie bei der Ortung von Verschütteten im Schnee oder in Trümmern. Die Riechwelt des Hundes ist und bleibt für uns unvorstellbar, die Leistung der Hundenase unersetzlich.

Dieser außergewöhnliche Geruchssinn verkümmert aber, wenn er nicht in ausreichendem Maße beansprucht wird. Im Fährtentraining wird diese natürliche Veranlagung des Hundes gefördert. Bei der Nasenarbeit ist mehr als sonst die Selbstständigkeit des HUndes gefragt und die meisten Hunde schätzen es sehr, so zu "arbeiten". Hund und Mensch tauschen ihre Rollen: Der Hund führt und der Mensch folgt. So werden Hund und Mensch zu ganz besonderen Ge-Fährten.

Fährtenarbeit - die Königsdisziplin im Hundesport
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Fährtensuchen ist eine besonders anspruchsvolle Hundesportdisziplin. Fährtenarbeit erfordert vom Hund eine nur ihm mögliche, für uns Menschen unvorstellbare Höchstleistung, die noch dazu besondere mentale, aber auch körperliche, sozusagen sportliche Anforderungen stellt. Fährtenhunde müssen eine gute Kondition besitzen. Während bei normalem Atmen die Geschwindigkeit des Luftstroms in den Nasenwegen 3-4 km/h beträgt, erhöht sie sich beim Schnüffeln um das Zehnfache. Da beim Fährten eine gehmmte Atmung erfolgt, ist diese Arbeit für die Hunde sehr belastend. Der Laktatgehalt des Blutes steigt wie bei einem rasanten Sprint, und die Körpertemperatur erhöht sich bei einer längeren Fährte um 1-2 Grad Celsius. Auch der Herzschlag ist erhöht. Erst nach 1 1/2 Stunden werden die Normalwerte wieder erreicht. Deshalb darf man unmittelbar nach der Fährtenarbeit dem Hund keine weitere anstrengende Tätigkeit mehr abverlangen und auch nur kurz mit ihm spielen. Fährtenhunde in guter Kondition ertragen diese Belastungen natürlich viel leichter.

   
Das Ausarbeiten von Fährten im Hundesport kommt dem Naturell des Hundes am nächsten. Wir müssen diesen Trieb nur noch auf die "langweilige" menschliche Witterung umfunktionieren und den Beutetrieb auf Wild unterdrücken. Das Ziel der Fährtenarbeit besteht nicht darin, dem Hund das Verfolgen der Spur beizubringen - das kann er ja bereits -, sondern ihn zu motivieren, auf der Spur des Fährtenlegers zu bleiben. Unsere "Nase auf vier Pfoten" soll eine menschliche Fährte sicher verfolgen, ohne sich durch Verleitungsfährten ablenken zu lassen. Dazu bedarf es eines fleißigen, geduldigen und einfühlsamen Hundeführers. Voraussetzung für gute Fährtenarbeit ist eine enge Verbundenheit zwischen Mensch und Tier und ein absolutes Vertrauensverhältnis auf beiden Seiten. Ob der Hund "eine gute Nase" hat, hängt vor allem davon ab, ob er die gewünschte Leistung erbringen will. Das aber ist wieder in hohem Maß von uns und unserer Fähigkeit abhängig, ihn richtig zu motivieren.

Nutzt man z.B. den Nahrungstrieb, so gelingt es schnell, die Verknüpfung "Fährte suchen gleich Futter finden" beim Hund zu erreichen. Die Fährtenarbeit ist als Teil A zum einen Bestandteil der VPG-Prüfungen (die Fährtenprüfungen  entsprechen dem Teil A der VPG 1-3), aber es gibt auch eine reine Fährtenhundprüfung (FH). Entsprechend der verschiedenen Prüfungsstufen steigern sich die Anforderungen an den Hund: Zuerst legt der Hundeführer die Fährte selbst, ab VPG/FPR 2 wird dies von einer zweiten Person erledigt. Daneben wird die Zeit zwischen Legen und Ausarbeiten der Fährte verlängert und die Zahl der Richtungsänderungen und "verlorenen" Gegenstände erhöht. Bei den großen Fährtenhundprüfungen (FH) kommen dann noch Geländewechsel und Verleitungen dazu.

Bei der Fährtenhundprüfung (FH) soll der Hund eine Fährte, die von einer Fremdperson gelegt wurde, verfolgen, die auf dieser Fährte ausgelegten Gegenstände verweisen, also dem Hundeführer anzeigen, und die als Verleitung gelegte Fährte einer weiteren Person, die die Ansatzfährte kreuzt, ignorieren. Die Aufgabe, im freien Gelände auf unterschiedlichen Böden, erschwert durch alte oder neue Fremdfährten, einer getretenen Spur zu folgen und auf ihr abgelegte Gegenstände anzuzeigen, bereitet dem Hovawart viel Freude. Gesucht werden kann auf Wiese, Acker oder Waldboden. Die Anforderungen beim Suchen an den Hund werden während seiner Ausbildung gesteigert indem die Fährten länger werden, der zeitliche Abstand zwischen Legen und Suchen vergrößert wird, in Wechselgelände oder über befestigte Wege gesucht wird oder Verleitungen durch die Ansatzfährte gelegt werden.

 

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